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Letzte Woche bin ich an die Algarve gefahren. Ich hatte bei Couchsurfing einen Eintrag gefunden, wo ein paar Jungs eine Radtour planten und da dachte ich mir – “Ja machste mit, so kann man die Algarve doch toll kennenlernen” – und das hab ich auch genauso wie meine körperlichen Defiziete. Naja, ich dachte ja auch das es relativ flach ist, aber falsch gedacht. Den Weg, den ich zusammen mit den Jungs zurückgelegt habe war sehr hügellich, für mich waren es Berge, komm ja aus dem Flachland – da ist alles was sich erhebt ein Berg… und hier in Portugal war ich auch noch nie in einer Stadt die flach ist … manhmal vermisse ich meine flache Heimat schon sehr… dafür hab ich jetzt durch das viele Bergerklimmen super Beinmuseln bekommen.
Zurück zur Tour. Geplant hat das ganz Alexandre, den ich über Couchsurfing kenne. Die Tour sollte vier Tage gehen, ich hatte eh nur 3 geplant mitzumachen, weil ich am Freitag wieder in Lissabon sein wollte. Wie der ursprüngliche Plan aussah, und das haben die Jungs auch durchgezogen, könnt ihr auf Alexandre’s Blog nachlesen, ist aber nur auf portugiesisch.

Unsere Fahrräder
Wir haben uns am Dienstag in Faro getroffen und sind dann mt dem Zug nach Lagos und von dort mi dem Rad nach Sagres gefahren. Der Tag war sehr anstrengend für mich aber es hat sich für den Abend gelohnt, wir haben nämlch bei Lidl einen Einweg-grill gekauft und am Strand gegrillt. Es war echt ool da – super Aussicht und wir hatten Glük, denn dort gab es ein Restaurant mit einer windgeschützten Terrasse und da es geschlossen war konnten wir diese ungestört nutzen.

Sagres Strand
Die Nacht war allerdings nicht so cool – wild campen am Strand wo es sehr windig war – schon allein das aufbauen der Zelte stellte sich als schwierig heraus, aber haben es dann irgendwann geschafft. Schlafen konnten wir jedoch kaum, weil sich der Wind erst gegen 6 Uhr morgens beruhigte und vorher war es so laut und kalt.
Haben es aber alle überstanden. Am nächsten morgen haben wir uns dann von unserem Camingort aufgemacht zum Kilometer Null am Kap von São Vicente. Das ist der Ausgangspunkt der Fahrradstrecke Ecovia – mehr dazu siehe unten.
Danach haben wir in Sagres gefrühstückt endliche ein heißersehnter Kaffee – und neue Energie für den weiteren Weg zurück nach Lagos. Insgesamt bin ich mit den Jungs 100 Kilometer über Stock und Stein und Berge gefahren. Es waren sehr schöne Landschaften, die wir durchkreuzt haben. Ich habe Feigenbäume gesehen und einen wilden Esel!! Leider auch einige Resorte… das zerstört die Atmosphäre, aber bringt den Leuten dort Arbeit. Als wir Nachmittags in Lagos ankamen konnte ich aber nicht weiter fahren, weil ich ein Problem mit meinem Knie und mit meiner Lunge hatte, war wohl doch zuviel für mich. Vorallem, weil ich die Tour nicht mit einem eigenen Rad gemacht ahbe sondern eins gemietet hatte. Es war ok, aber is immer anders als ein eigenes. Und ich bin auch nicht trainiert genug für sowas… schön wars troztdem und ich möchte die Strecke nächstes Jahr fortsetzen. Macht jemand mit?
In Lagos hab ich dann in der Jugendherberge übernachtet für nur 10,20 EUR die Nacht inkl. Frühstück. Echt super. Am nächsten Tag bin ich dann noch ein bisschen in Lagos unterwegs gewesen – es ist sehr schön dort – kann ich nur empfehlen.

Lagos
Was mir aufgefallen ist – sehr sehr viele englisch-sprachige Leute dort, und man bekommt auch immer eine englische Antwort wenn man was auf portugiesisch fragt. In allem Mc Donald’s (in ganz Portgal) gibt es free WIFI, sehr praktisch, gibts hier sowieso sehr oft, so free WiFi Zonen…
Die Strecke- Ecovia
Die Strecke auf den sich die Tour stützte ist die im Sommer 2008 eröffete Radroute “Ecovia do Litoral”. Sie führt von Vila Real de Santo António am Rio Guadiana, dem Grenzfluss zum Nachbarland Spanien, bis zu Europas südwestlichster Spitze, dem Kap von São Vicente – dem Kilometer Zero.

Die Strecke windet sich durch Städte wie Tavira, Faro und Portimão und viele kleine Dörfer, aber auch Resorte. Entlang der Felsküste gibt es wunderschöne Aussichten auf das grüne Hügelland mit seinen Obstplantagen und den Ozean, Klippen und jede Menge Strände.
Die Strecke ist zum größten Teil mit Markierungen gekennzeichnet, so das man sich auch nicht verirrt.
Mehr dazu guckst du hier
