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Vergangenes Wochenende (8./9. Mai 2009) war ich in Belém zum Dokumentarfilm Festival Europa. Ich möchte mich an dieser Stelle bei Ariane und Miquel bedanken, denn Sie haben mich überhaupt erstmal darauf aufmerksam gemacht, dass dieses stattfindet.
Es war ein Festival, wo 27 Dokumentarfilme aus 27 Ländern an drei Tagen gezeigt wurden. Viele davon waren sehr kurz, aber manche auch so eine Stunde Länge. Ich habe insgesamt 10 Filme und 2 halbe gesehen. Es waren ein paar wirklich gute und interessante dabei, andere waren langweilig und einen richtig schlechten gab es auch. Ich möchte hier gern etwas zu den Filmen erzählen.
Am Samstag hab ich folgende Filme gesehen:
„The Red Bridge“ von Geneiève Mersche (LUX) – Ein Film über die Gemeinde Pfaffenthal und ihr Leben mit der Großherzogin-Charlotte-Brücke. Die Brücke wurde über das Tal gebaut als dort schon Menschen angesiedelt waren. Außerdem sog die Brücke viele Selbstmörder an und der Film beschreibt wie vor allem Kinder diese miterlebt. Sehr krasse Geschichte. Hab mal gegoogelt und seit 1990 ist ein Schutzwall aus Plexiglas installiert der die Selbstmorde verhindern soll. Trotzdem wie kann man so eine Brück über eine bereits bestehende Sielung bauen???
“Strip Tease” von Attlia V. Nagy (HUN) – Wo kommennoch mal die Federn aus meinem Kopfkissen her? Ach, aus Ungarn! Da werden einmal im Jahr den Gänsen die Federn gerupft. Der Film war nur 7 Minuten lang hat aber sehr schön dieses Ritual dargestellt. Denk man ja sonst nie drüber nach … gut gemacht.
„Osman’s Land“ von Cristóvão Reis (D) – Dieser Film handelte von einem Emigranten in West-Berlin der in der Grenzzone einen Garten anlegt und diesen noch bis heute (? Der Film war von 2006) betreibt. Rührende Geschichte eines Mannes der auch mit wenig zufrieden ist.
„Alive, Alive O – A requiem for Dublin“ – von Sé Mery Doyle (IRE) Hier gibt’s auch eine Website – Ich fand den Anfang mit dem Lied ganz schön, sonst hatte ich erstmal derbe Probleme das Irisch zu verstehen und die Thematik ist schon interessant aber es war so durcheinander – hab den Film nur halb gesehen bin dann gegangen.
Am Sonntag:
„Parlez moi d’Amour“ von Alexia Bonta (Belgien) Zwei alte Frauen die im Krankenhaus liegen erzählen ihre Meinung zum Thema Liebe. Interessant.
„Jolly Old Farts“ von Manfred Vainokvi (Estonia) – Zwei estonische Filmemacher treffen ich auf dem land wieder und reden viel miteinander und versuchen sich zu übertrumpfen Lustige Stellen.
“Egg Lady” von Ulna Celma (Lettland) – Lebensgeschichte einer Frau die über 20 Jahre i einer Kuchen Fabrik gearbeitet und jeden Tag Eier trennt… boah eklige Vorstellung – um ihr Leben drum herum.
“Kaxxa Infernali” ey der war blöd … aus Malta
„Blind Loves“ vonjuraj Lehotsy (Slowakei) Ach den fand ich gut Vor allem wegen der Thematik – Die Liebe zwischen Blinden und teilweise ihr Alltag. Ich fand es deswegen so toll weil ich am Abend vorher sehr lange im Internet nach Büchern sucht habe die Das Leben als Blinder beschreiben aber es ist ja schier unmöglich da was Gutes zu finden! Aber eine Gute Seite habe ich gefunden – http://www.blindverstehen.de/ Ich möchte mich gern mehr mit dieser Thematik auseinander setzen und da kam der Film gerade richtig.
“Behind the fence” von Marcin Sauter (PL) Hab da jetzt keinen Sinn gesehen. Ein süßer Film über Kinder auf dem Bauernhof …
“Keidas” von PV Lehtinen (Finnland) Ach ja … Halb Stillleben, halb aktiv … Menschen im finnischen Schwimmbad.
“Documento Boxe” von Miguel Clara Vascncelas (Portugal) Der Film soll das Rundherum beim Halbprofi Boxen dokumentieren – bin aber nach circa 15 Minuten gegangen.
Das Festival war ein tolle Erfahrung und dazu noch kostenlos. Hier der Flyer.
So, nun ein paar Worte zu dem Ort an dem das ganze stattfand – das CCB – Centro Cultural Belém. Ich muss gestehen, dass ich bis zu diesem Wochenende noch nie da war, aber das ist ja eine richtig nette Einrichtung wo man gut mal einen Nachmittag verbringen kann Hier ist die offizielle Website. Es gibt dort eine Designershops usw., ein Museum, was kostenlos ist, ein schönes Cafe mit schöner Außenterrasse und ein Leseraum, den ich aber noch nicht gesehen habe. Kann man sich auf jeden Fall mal anschauen.
